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About

Erfahrung, Visionen, Angebote

Erfahrung

Expertise an der Schnittstelle von Praxis und Wissenschaft

Seit über einem Jahrzehnt begleite ich Prozesse des Mutter*werdens – ein Phänomen, das sich im spannungsreichen Feld zwischen individueller Biografie, komplexer Biochemie und normativen gesellschaftlichen Erwartungen vollzieht. Meine berufliche Identität hat sich dabei stetig weiterentwickelt: Von der klinischen Geburtshilfe über die eigene Praxis bis hin zur akademischen Lehre als Senior Lecturer an der Hochschule.

Ein biopsychosozialer Blick auf die Transformation

Ich verstehe den Übergang in die Mutter*schaft nicht als rein medizinischen Vorgang, sondern als eine fundamentale menschliche Entwicklung. Mein Ansatz ist konsequent biopsychosozial:

Physische Integrität: Anerkennung der massiven somatischen und neurobiologischen Umbauprozesse.

Psychische Reifung: Begleitung der Identitätsarbeit, die neue Worte und geschützte Reflexionsräume benötigt.

Soziale Strukturen: Analyse und Kritik der Rahmenbedingungen, die verlässliche Support-Systeme oft vermissen lassen.

Arbeit im Diskurs-Vakuum: Die Erschließung der Matreszenz

Inmitten eines gesellschaftlichen Vakuums habe ich mich auf Matreszenz und Diskurse rund um Macht und Machtlosigkeit in der Mutter*schaft spezialisiert. Während die Forschung zu diesem Thema noch am Anfang steht, sehe ich meine Aufgabe in der Transferleistung: Ich übersetze spärliche wissenschaftliche Daten in greifbare Beratung, innovative Versorgungskonzepte und bildungspolitische Impulse.

„Wo das System schweigt, entsteht Raum für neue Konzepte. Ich nutze diesen Raum, um die Matreszenz aus der Unsichtbarkeit zu holen und fachlich fundiert zu besetzen.“

Visionen

Von der Erkenntnis zur Struktur: Eine neue Versorgungslogik

Die Matreszenz darf kein Nischenthema bleiben. Damit echte reproduktive Gerechtigkeit entstehen kann, muss dieser Begriff tief in unsere gesellschaftlichen und medizinischen Strukturen diffundieren: in die Forschung und die Alltagssprache, in klinische Leitlinien, akademische Curricula und – essenziell – in die öffentlichen Budgets.

Meine Vision: Ein Paradigmenwechsel in der Perinatalphase

Ich trete an für eine Versorgungslogik, die die Zeitspanne vom Kinderwunsch über die Schwangerschaft bis in die ersten Jahre mit Kind als eine der sensibelsten Phasen des menschlichen Lebens begreift. Diese Vision ist:

 

Interdisziplinär: Eine Vernetzung von Hebammenwissenschaft, Psychologie, Soziologie und Medizin, die die Frau* in ihrer Gesamtheit sieht.

Datenbasiert: Eine Versorgung, die auf aktueller Evidenz beruht und Forschungslücken aktiv schließt.

Radikal menschlich: Eine Kultur, in der psychische Ambivalenz kein Tabu ist, sondern als valider Teil der Transformation Raum findet.

Das „Dorf“ für die Mutter*

Wir zitieren oft das Sprichwort, es brauche ein Dorf, um ein Kind zu erziehen. Meine Arbeit setzt davor an: Wir brauchen ein Dorf für die Mutter.* Unterstützungssysteme müssen so konzipiert sein, dass sie die Gebärende halten, damit sie halten kann.

„Begriffe schaffen bedeutet Systeme verändern. Zuhören bedeutet besser versorgen. Und Wut in Wirksamkeit zu verwandeln bedeutet, aus theoretischer Erkenntnis eine gelebte, gerechte Struktur zu bauen.“

Angebote

Leistungsbereiche: Beratung & Bildungsarbeit

Meine Arbeit bewegt sich in der Synergie zwischen individueller Begleitung und systemischer Aufklärung. Ich biete Räume für Transformation und Plattformen für Wissen.

Individuelle Beratung: 

Ich berate Frauen* in den Schwellenphasen des Lebens – dort, wo Identität neu verhandelt wird. Mein Ansatz ist biopsychosozial und intersektional-feministisch. Ich biete Unterstützung in folgenden Phasen:

Kinderwunschzeit: Reflexion von Erwartungen, emotionalen Belastungen und der Vorbereitung auf die Transition.

Schwangerschaft: Begleitung der psychischen Reifungsprozesse und Vorbereitung auf die Matreszenz jenseits klinischer Routinen.

Postpartale Phase: Integration des Geburtserlebens und Stabilisierung in der neuen Rolle.

Die ersten Jahre mit Kind: Beratung zu Care-Arbeit, Mental Load und der langfristigen Identitätsentwicklung als Mutter*.

Bildungsarbeit: Lehraufträge, Keynotes & Lectures

Als Senior Lecturer und Speakerin bringe ich Themen in den professionellen und öffentlichen Diskurs. Meine Vorträge zeichnen sich durch die Verknüpfung von aktueller Evidenz mit narrativer Kraft aus.

Themenschwerpunkte

Matreszenz: Die neurobiologische und psychologische Transformation verstehen und systemisch verankern.

Perinatale mentale Gesundheit: Prävention, Erkennung und Entstigmatisierung von Krisen rund um die Geburt.

Care-Arbeit & Struktur: Politische und soziologische Analysen zur unbezahlten Sorgearbeit und deren Auswirkungen auf die Gesundheit von Frauen*. Aufklärung zum Thema Mutter*mythos und Idealbild Mutter* sowie intensive Mutter*schaft.

„Bildung ist der Hebel für systemischen Wandel. Wenn Fachkräfte die Matreszenz intersektional verstehen, verändert sich die gesamte Versorgungsqualität.“

Ich

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